Safer Nightlife: Schutzprinzipien rund um Substanzen
Wir verurteilen nicht und verharmlosen nicht. Hier stehen die allgemeinen Schutzprinzipien, die drugcom und mindzone empfehlen: nicht mischen, nicht allein, Pausen, Wasser, abkühlen, Drug-Checking nutzen, Hilfe holen.
Unsere Haltung
Menschen feiern, und manche konsumieren dabei mehr als Alkohol. Das ist Realität, und wegschauen schützt niemanden. Wir sind ein Nutrition-Shop, keine Drogenberatung. Deshalb findest du hier keine Dosierungen, keine Anleitungen und keine Produkte. Kein Lebensmittel und kein Supplement macht Substanzkonsum sicherer, und wer dir das verkaufen will, lügt. Was wir tun können: die allgemeinen Schutzprinzipien weitergeben, die öffentliche Stellen wie drugcom.de vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und das Präventionsprojekt mindzone empfehlen, und dir sagen, wo du vertraulich echte Fachberatung bekommst. Der sicherste Konsum bleibt kein Konsum.
Drug, Set, Setting
drugcom ordnet Risiken in drei Bereiche. Drug: Nimm nichts, von dem du nichts weißt. Aussehen sagt nichts über Inhalt und Wirkstoffmenge. Set: Konsumiere nicht, wenn es dir psychisch schlecht geht oder du Angst vor der Wirkung hast. Menschen reagieren sehr unterschiedlich. Setting: Sei in einer Umgebung, in der du dich sicher fühlst, mit Leuten, denen du vertraust. Sprecht vorher ab, dass ihr aufeinander aufpasst. Wer Vorerkrankungen hat oder Medikamente nimmt, trägt ein höheres Risiko und sollte das ärztlich oder in einer Beratungsstelle klären. Fahr danach kein Fahrzeug und plane Zeit zur Erholung ein.
Mischkonsum: das größte Einzelrisiko
mindzone schreibt deutlich: Die meisten Todesfälle durch Partydrogen gehen auf Mischkonsum zurück. Der Grund: Die Wirkung mehrerer Substanzen ist nicht einfach die Summe der Einzelwirkungen, sie beeinflussen sich auf schwer vorhersehbare Weise. Kombinationen mit Alkohol zählt mindzone zu den gefährlichsten überhaupt. Auch Medikamente gehören dazu, etwa Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antidepressiva und andere Psychopharmaka, weil vieles über dieselben Wege in der Leber abgebaut wird. Die Empfehlung beider Stellen ist eindeutig: nicht mischen. Wenn jemand in deiner Gruppe es trotzdem getan hat, sollten die anderen es wissen. Im Notfall zählt diese Information.
Überhitzung, Trinken, Pausen
Stundenlanges Tanzen in warmen Räumen lässt die Körpertemperatur steigen. Manche Substanzen verstärken das und dämpfen zugleich Durst und Erschöpfung. drugcom nennt als Warnzeichen Krämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen und plötzliche Müdigkeit, mindzone einen roten, heißen Kopf, schnellen Puls und Übelkeit. mindzone warnt: Eine Überhitzung kann tödlich enden. Beide Stellen empfehlen ausreichend alkoholfreie Getränke, am besten Wasser, regelmäßige Tanzpausen und frische Luft. Eine feste Trinkmenge nennen sie nicht. Bei Warnzeichen: an einen kühlen Ort, hinsetzen, Wasser ohne Koffein und ohne Alkohol, jemand bleibt dabei. Wird es nicht schnell besser: 112.
Drug-Checking und Beratung
Drug-Checking heißt: Substanzen werden im Labor analysiert, dazu gibt es ein Beratungsgespräch. In Berlin läuft das als reguläres, vom Senat gefördertes Angebot, anonym, kostenlos und vertraulich. Auffällige Ergebnisse werden dort als Warnungen veröffentlicht. Ob es ein Angebot in deiner Nähe gibt, weiß die örtliche Drogenberatung. Beratungsstellen findest du über das Suchthilfeverzeichnis der DHS. Die Sucht & Drogen Hotline berät unter 01806 313031 täglich von 8 bis 24 Uhr, für 0,20 € pro Anruf, auch Angehörige und Freunde. drugcom.de bietet Beratung per Chat und E-Mail. Im Notfall immer zuerst die 112.
Wie viel brauchst du?
Größe und Gewicht einstellen, Ziel wählen: Kalorien, Protein, Kohlenhydrate, Fett und Wasser für einen Tag — verteilt auf vier Mahlzeiten. Steht im Body Check, zusammen mit deinem Stack.
Häufige Fragen
Was bedeutet Safer Use?
Safer Use meint Verhaltensregeln, die das Risiko beim Konsum senken, ohne ihn sicher zu machen: nichts Unbekanntes nehmen, nicht mischen, nicht allein konsumieren, Pausen machen, Wasser trinken und im Notfall sofort Hilfe holen.
Warum ist Mischkonsum so gefährlich?
Weil sich Substanzen gegenseitig auf schwer vorhersehbare Weise beeinflussen. Laut mindzone gehen die meisten Todesfälle durch Partydrogen auf Mischkonsum zurück, Kombinationen mit Alkohol gelten als besonders riskant. Das gilt auch für Medikamente.
Was ist Drug-Checking und ist das legal?
Beim Drug-Checking werden Substanzen im Labor analysiert, begleitet von einer Beratung. In Berlin ist das ein reguläres, vom Senat gefördertes Angebot: anonym, kostenlos und vertraulich. Ob es bei dir ein Angebot gibt, weiß die örtliche Drogenberatung.
Wo bekomme ich anonym Beratung zu Drogen?
Bei der Sucht & Drogen Hotline unter 01806 313031 (täglich 8 bis 24 Uhr, 0,20 € pro Anruf), per Chat oder E-Mail bei drugcom.de und bei Beratungsstellen vor Ort, zu finden über das Suchthilfeverzeichnis der DHS.
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